Tag Archives: Anton Fischer

Having a great time at the Hearing Voices café, 22-10-14

 

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Coming into the café, bright letters outside, hoping to finally read my Philip K Dick Exegesis, I find two men sitting at the Hearing Voices café table, joyously eating cake and drinking big foamy coffees. Herr Dr. Robert Dorner and a friend. I give them our new printed insert #2 (thanks Alex Gifreu) in the Hearing Voices Café paper, one side with the opening speech of Dr. Marius Romme at the 2014 Intervoice Congress in Thesaloniki, with the title “How to solve the schizophrenia problem”, and on the other side, Heike Hinze’s mirror artwork.

Beautiful, they say. Continue reading

“Robert Walsers Leben – Genie und Stimmen”- Anton Fischer

Walser Script Sample 2

“Robert Walsers Leben – Genie und Stimmen”

Anton Fischer: Zu Robert Walsers und Emmanuel Lévinas‘ Leben und Werk

Robert Walser

Robert Walser wurde am 15.4.1878 in Biel geboren. Von 1884-1892 besuchte er die Volksschule und das Progymnasium. Am 22.10.1894 starb seine Mutter. Von 1896 an lebte er zehn Jahre in Zürich, unterbrochen von Aufenthalten in Berlin, Thun, Solothurn, München und Winterthur. Ab 1905 bis 1913 hielt er sich in Berlin auf und lebte dort zeitweilig bei seinem Bruder Karl, der Jugendstilmaler und Bühnenmaler bei Max Reinhardt war. Dort schrieb er „Geschwister Tanner“, „Der Gehülfe“ und „Jacob von Gunten“, die Romane, die zu seinen Lebzeiten veröffentlicht wurden. 1913 wieder zurück in der Schweiz, in Biel, traf ihn 1914 der Tod seines Vaters. Im selben Jahr leistete er wegen des Ausbruchs des 1. Weltkrieges Militärdienst. 1916 starb sein Bruder Ernst in der Heilanstalt Waldau bei Bern. Im Januar 1918 schloß Robert Walser sein Manuskript „Seeland“ ab. Drei Jahre später ließ Walser sich in Bern nieder. 1925 arbeitete er am „Räuber“-Roman. In Bern verfaßte er seine Texte zunächst als Mikrogramme, einer zwei Millimeter hohen Süterlin-Handschrift, bevor er sie abschrieb und an Verlage schickte. Continue reading

Briefe an Nele: weibliche Stimme

Von: “Anton Fischer” <>

Datum: 18. September 2014 16:52:20 MESZ

An: “Nele Wulff” <>

Betreff: Re: weibliche Stimme

Liebe Nele,

Herr Hezar-Khani sagte mir eben, daß sein Computer kaputt ist und er Ihre Email nur zum Teil lesen konnte. Hinsichtlich der Lesung bittet er um drei, vier Tage Bedenkzeit. Meine Emails an Sie können sowohl in der Homepage, als auch in der Zeitung veröffentlicht werden. Auch diese Serie zu Literatur, Kultur und Stimmen würde ich interessant finden und bin damit einverstanden. Mit Nancy habe ich mich leider noch nicht beschäftigt.

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Briefe an Nele: Gedanken

Von: “Anton Fischer” <xxxx@xxxxx>

Datum: 17. September 2014 14:01:39 MESZ

An: “Nele Wulff” <xxxx@xxxx>

Betreff: Gedanken

 

Liebe Nele,

ich habe heute wieder in ein Buch über Jean Cocteau hineingesehen. Cocteau hat zwei Stücke geschrieben: “La voix humaine” und “La machine à écrire”. Ich habe nur Photographien von den Aufführungen gesehen. Aber als ich in Bonn studierte, sprachen bei einem Fest Kommilitonen miteinander, während im Hintergrund eine Schreibmaschine zu hören war. An einem der nächsten Tage hing die ganze Unterhaltung der Gesprächspartner an der Wand. Sie war während des Gesprächs, ohne daß sie es gewußt hätten, mit Schreibmaschine mitgeschrieben worden. Continue reading